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Vishnupedia.org

Hier findest du Wissen zur Theologie und dem Seelenverständnis des Hinduismus, bzw. Vishnuismus.

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veda

Veda

Als Veda (Veda), wörtl.: "Wissen", werden im Hinduismus die Inhalte der heiligen Schriften bezeichnet. Manchmal auch Shastra genannt, womit eine vedische oder eine auf dem Veda basierende Schrift gemeint ist. Den Kern des Veda bilden die Texte, die als Shruti bekannt sind, es ist das von Rishis (Weisen) "gehörte" Wissen, das als Offenbarungswissen gilt.

Tabellarische Übersicht

Unterteilt in die vier Vedas. (Alle Teile sind jeweils farblich zugeordnet.)

4 Vedas

Rig-Veda
Yajur-Veda
Sama-Veda
Atharva-Veda

Diese vier Veden gelten als Kernstück des Veda. Sie bestehen aus:

  • Samhitas, Sammlung von Shuktas oder Hymnengruppen,
  • Brahmanas, Beschreibung von Opferhandlungen usw.,
  • Aranyakas, Unterweisungen für jene, die sich von der Welt zurück gezogen haben, und
  • Upanishaden oder der Vedanta, die Vollendung des Wissens genannt. Ihr Inhalt wurde in den von Vyasa formulierten Brahma-Sutras (oder Uttara-Mimamsa) Zusammengefasst. (Die bedeutendste Sinnerklärung der Brahma-Sutras ist das von Vyasa selbst verfasste Bhagavatam, welches als die reife Frucht am Baum des vedischen Wissens bezeichnet wird.)

108 Upanishaden

10 Upanishaden
50 Upanishaden
16 Upanishaden
32 Upanishaden

Die wörtliche Bedeutung des Begriff Upanishad lautet: upa (nahe bei), ni (nieder) und shad (sitzen), was wie folgt gedeutet wird: Das Sitzen nahe der Füsse des Meisters, um die vertrauliche Lehre über das Sein zu empfangen.1) Die nachfolgenden 108 Upanishaden gelten als die ursprünglichen. Sowohl Anzahl als auch Einteilung können jedoch je nach Schule voneinander abweichen. Manche sprechen heute von über 350 mehr oder weniger bekannten Upanishaden.

Wie noch deutlich wird, dienen sie entsprechend der Unterschiedlichkeit der Menschen besonderen Zielen, manche sind sehr alt, manche neueren Datums.

Nachfolgende 10–13 Upanishaden sind das Geistesgut aller religiöser Richtungen, die auf dem Veda gründen, und werden daher als Haupt-Upanishaden bezeichnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie die wesentlichsten Upanishaden wären.

Haupt-Upanishaden

Aitareya

(Kaushitaki)




Katha

Taittiriyaka

Isavasya

Brihadaranyaka

(Svetasvatara)

Kena

Chandogya

(Maitrayana)



Prasna

Mandukya

Mundaka



Samanya-Vedanta-Upanishaden

Atmabodha

Mudgala













Akshi

Ekakshara

Garbha

Pranagnihotra

Sariraka

Sukarahasya

Skanda

Sarvasara

Adhyatma

Niralamba

Paingala

Mantrika

Muktika

Subala

Mahat

Maitrayani

Vajrasuci

Savitri











Atma

Surya













Sannyasa-Upanishaden

Nirvana









Avadhuta

Katharudra

Brahma

Jabala

Turiyatita

Paramahamsa

Bhikshuka

Yajnavalkya

Satyayani

Aruneya

Kundika

Samnyasa







Narada-Parivrajakas

Parabrahma

Paramahamsa-Parivrajakas







Yoga-Upanishaden

Nadabindu














Amrtanada

Amrtabindu

Kshurika

Tejobindu

Dhyanabindu

Brahmavidya

Yogakundalini

Yogatattva

Yogasikha

Varaha

Advayataraka

Trisikhibrahmana

Mandalabrahmana

Hamsa

Jabaladarsana

Yogacudaman













Pasupatha-Brahma

Mahavakya

Sandilya












Vaishnava-Upanishaden


Kalisantarana

Narayana

Tarasara








Avyakta

Vasudevai









Krishna

Garuda

Gopalatapani

Tripadavibhuti-mahnarayana

Dattatreya

Kaivalya

Nrisimhatapani

Ramatapani

Ramarahasya

Hayagriva

Shaiva-Upanishaden

Akshamaya






Kalagnirudra

Dakshinamurti

Pancabrahma

Rudrahrdaya



Jabali

Rudrakshajabala





Atharvasikha

Atharvasira

Ganapati

Brhajjabala

Bhasmajabala

Sarabha

Shakta-Upanishaden

Tripura

Bahvruka

Saubhagyalakshmi



Sarasvatirahasya






Annapurna

Tripuratapani

Devi

Bhavana

Sita

Der fünfte Veda

Die Chandogya-Upanishad 2) – nach moderner Auffassung eine der ältesten Upanishaden –, erwähnt mehrmals die Itihasas und Puranas, welche die Verehrung von Krishna, Rama und Narayana lehren. Daraus lässt sich zweifelsfrei schliessen, dass viele der angeblich "wissenschaftlichen" Datierungen, welche die Itihasas und Puranas in eine viel jüngere Zeitepoche als den Chandogya-Upanishad legen, mit Vorsicht zu geniessen sind. Zudem ist es hier der, von der Wissenschaft anerkannte Veda, welcher die Itihasas und Puranas ebenfalls zum Veda zählt, diese als fünften Veda bezeichnet, was leider von vielen wissenschaftlichen Quellen entweder nicht gewusst oder gar bestritten wird.
Das Bhagavatam 1.4.20, auch Bhagavata-Purana genannt, bestätigt diese Aufzählung von Narada.

Direkt von Vyasa formuliert

Itihasa
(Chroniken)

Mahabharata
Mula-Ramayana

Puranam


18 Puranas
Upa-Puranas

Die 18 Puranas

Ähnlich wie die Upanishaden sind auch die 18 Puranas unterteilt und zwar in drei Gruppen, entsprechend den drei Gunas Sattva, Tamas und Rajas und ihren vorstehenden Gottheiten.

Sattvika-Puranas
Vishnu als zentrale Gottesgestalt

Rajasika-Puranas
Brahmas Gestalt vorherrschend

Tamasika-Puranas
Shivas Gestalt vorherrschend

Vishnu-Purana

Bhagavata-Purana

Padma-Purana

Garuda-Purana

Naradiya-Purana

Varaha-Purana

Brahmanda-Purana

Brahma-Purana

Vamana-Purana

Markandeya-Purana

Bhavisya-Purana

Brahma-Vaivarta-Purana

Shiva-Purana

Agni-Purana

Linga-Purana

Skanda-Purana

Kurma-Purana

Matsya-Purana

Upa-Veda

Den vier Veden angeschlossen und untergeordnet.

Manche Autoren führen nur vier Upa-Veden an. Die Wahl fällt dabei entweder auf den Arthashastra-Veda oder den Sthapatya-Veda, die beide dem Atharva-Veda zugeordnet sind. Manche ordnen den Arthashastra-Veda unter den Gesetzbüchern (Smritis) ein. Der Sthapatya-Veda, aus dem die im Westen als Vastu-Shastra bekannte Architektur hervorgeht, führen andere zu den 27 Teilen vedischer Wissenkünsten auf. Er wird poetisch als ein Erzeugnis der Heirat zwischen Ayur-Veda und Jyotisha-Shastra (Astronomie) beschrieben, da er die Bedürfnisse menschlichen Wohlergehens mit den ihn umgebenden Einflüssen verbindet.

Ayur-Veda

(Medizin, Gesundheit,
Wissenschaft des Lebens)



Dhanur-Veda

(Waffen- und Kriegskunst)



Gandharva-Veda

(die feinen Künste,
Musik, Tanz, Theater)



Artha-Shastra-Veda

(Ökonomie, Staatskunst, Politik)

Sthapatya-Veda

(Architektur, Technik)

1) Wissen wurde mündlich überliefert. Nahe bei den Füssen des Meisters zu sein, impliziert auch, alles richtig zu verstehen.
2) Chandogya Upanishad VII.1.2 (english). Der Weise Narada Muni zählt hier folgende Texte zum Veda: "Ich kenne Rig-Veda, Yajur-Veda, Sama-Veda und den Atharva-Veda als den vierten Veda. Die Itihasas und Puranas kenne ich als fünften Veda. Ich bin vertraut mit den Pancaratras (Ekayanam) und den Sutras (Lehrschriften zu bestimmten Wissensgebieten)…." Sanatkumara, der hier im siebten Prapathaka der Chandogya-Upanishad zu Narada spricht, nennt ebenfalls mehrmals die Itihasas und Puranas den fünften Veda.
veda.txt · Zuletzt geändert: 2014/06/27 11:58 (Externe Bearbeitung)