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mantra

Mantra

Mantra (Mantra), zusammengesetzt aus "Manas" man und "trayate" tra, befreien. Das, was den Geist, das Denken, Fühlen und Wollen, von der Anhaftung an Materie befreit und den Praktizierenden zu Liebe zu Gott führt.

Die Essenz eines jeden Mantras liegt im Namen Gottes. Daher ist es ein lebendiges Wort, ein den Atman erweckendes Wort. Das Mantra gilt als eins mit jenem Aspekt Gottes, der durch das Mantra liebend verehrt wird.

Das im Westen bekannteste vishnuitische Mantra ist an Shri Shri Radha-Krishna gerichtet:

Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare

Der zentrale Punkt der Meditation liegt immer im Namen Gottes. Hierzu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der meditativen Vertiefung durch das Rezitieren des Mantras. In der persönlichen oder individuellen Meditation zählt man mit Hilfe einer 108-perligen Mala (Gebetskette) die Mantras, die man entweder laut (in gewohnter Sprechstimme), leise (eher murmelnd) oder still (im Geiste wiederholend) zählt. Das zählen dient der Selbstkontrolle, um sich eine gleichmässige tägliche Praxis anzugewöhnen. Das ist hilfreich für den Meditierenden, der täglich eine bestimmte Anzahl von Mantras rezitieren möchte, um sich in den heiligen Namen zu vertiefen.

Daneben gibt es das sehr empfohlene, gemeinsame Singen von Mantras, das sogenannte Samkirtana, das gemeinsame laute Singen der Mantras – meist begleitet von unterschiedlichen Musikinstrumenten. Dieses gemeinschaftliche Singen, während dem die Mantras ebenfalls wiederholt werden, ist besonders hilfreich in der Konzentration (Meditation) auf den heiligen Namen, das Mantra, und wurde von Chaitanya Mahaprabhu den Menschen sehr nahegelegt.

Das gemeinsame Singen oder das individuelle Chanten1) der heiligen Namen Gottes, ist eine der neun Arten des hingebungsvollen Dienens.

Chanten der Namen Gottes ist Gottesdienst (Seva)

Einige erklären das Chanten von
Hare Krishna Hare Krishna Krishna Krishna Hare Hare
Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare

als eine "Bitte an den Herrn", im liebevollen Dienst zu Gott beschäftigt zu werden. Bei eingehender Betrachtung ist diese Erklärung nicht stimmig. Die Schriften machen unmissverständlich klar, dass der Vorgang des Chantens der heiligen Namen Gottes, der für das gegenwärtige Zeitalter empfohlene Dienst ist.
Es ist unlogisch, um Dienst zu bitten, während man im Dienst beschäftigt ist. Man sollte daher das Chanten nicht als eine Bitte für Dienst, sondern als Dienst selbst annehmen.
Shri Gauranga Mahaprabhu, der Krishna selbst ist, hat die Menschen mit diesem Dienst – Harinama-Sankirtana – gesegnet und bat alle seine Geweihten, diesen Segen an andere leidende Seelen weiter zu verschenken.

Um sich vor den Vergehen (Aparadha) gegen den Namen Krishnas zu schützen, wird empfohlen, den Dienst des Chantens in einer demütigen Geisteshaltung, den Lotosfüssen Shri Gaurangas darzubringen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich unmittelbar dem Chanten seiner Namen zu widmen.

Siehe auch

1) Vom englischen "to chant", sprechen, singen.
mantra.txt · Zuletzt geändert: 2014/06/27 11:58 (Externe Bearbeitung)