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goloka-vrindavana

Inhaltsverzeichnis

Goloka-Vrindavana

Goloka-Vrindavana (Goloka-Vṛndāvana), das unendliche spirituelle Reich Krishnas.

Im 33. Kapitel des Padma-Purana wird von Parvati an ihren Ehemann Shiva eine Frage gestellt:

"Innerhalb und außerhalb der zahllosen Universen ist der höchste Ort Vishnus. Doch welche Stätte ist die hauptsächlichste und die kostbarste, welcher ist der Ort, der dem Krishna so lieb ist wie kein anderer?"

Shiva spricht nun von dem geheimnisvollen Reich, das unter allen Reichen Gottes am meisten verborgen gehalten wird, dem Ewigen, das von der Schöpfung Mayas nicht berührt wird, das die Fülle des Brahman selber ist. Dieses Reich ist voller Glück und Macht, unvergänglich und besteht aus reiner Ananda (transzendenter Glückseligkeit). Vaikuntha, das Reich Vishnus, und andere Reiche sind nur Teilaspekte dieses höchsten Reiches Goloka-Vrndavana:

"…Die Erde besteht dort aus Edelsteinen, die alle Wünsche erfüllen, Wasser ist wie Nektar… Worte und Bewegungen sind Gesang und Tanz. Vrindavana ist der Ort für die Vaishnavas, die aus reinem Sein bestehen und voller Prema sind… Immer geht dort der Mond voll auf, nur mild strahlt dort die Sonne. Frei von Leid, frei von Trennung, frei von Alter und Tod, frei von Zorn und Eifersucht, frei von selbstischem Dünkel. Voller Geschmack des Nektars der Glückseligkeit (Rasa), Meer von Glück in der Fülle der Prema (Liebe zu Gott), frei von den Gunas, ist es selbst (das Reich) ganz und gar Prema… Nicht verschieden ist es von der Gestalt Krishnas." (Padma-Purana, Patala-Khanda, Kap. 38)

Dann fragt Parvati nach der Gestalt Krishnas in diesem Reich. Shiva antwortet:

"Er ist ursprungslos, der Ursprung von allem, der geliebte "Sohn" des Nanda und der Yashoda; die Shrutis (die Veden) suchen nach ihm ewiglich; er stiehlt das Herz der Gopis (Kuhhirtinnen in Goloka); seine Gestalt ist die höchste Kraft, die höchste Gestalt, zweiarmig(Im Gegensatz zu den vierarmigen Formen Vishnus.)), frei von den Gunas (der Maya)."

Es wird nun ganz eingehend Krishnas Gestalt, sein Kleid, sein Schmuck usw. beschrieben, die alle aus Cit-Shakti bestehen.
Danach fährt Shiva fort:

"Das aus Cit bestehende ewige Brahman ist sein Teilaspekt. Millionstel Bruchteile von Bruchteilen seiner persönlichen Teilaspekte sind die Brahmas, Vishnus und Maheshvaras, die zur Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung (Auflösung) von zahllosen Millionen von Universen, die aus den drei Gunas bestehen, eingesetzt sind." (115)

"Er ist der den Veden unzugängliche Grund, Krishna selbst ist die Fülle des Brahman (Purna-Brahman), so heisst es." (118)

"Seine Gefährtin (Radha) ist die ursprüngliche Kraft, die von Krishna geliebte. Durga und die anderen Shaktis, die aus den drei Gunas bestehen, sind Millionstel Bruchteile von Bruchteilen von Radhas Teilaspekten." (120)

"Radhika ist die von Krishna geliebte, sie heisst Gopi, weil sie durch die ihr wesentlich eigenen Shaktis (Kräfte), die aus Cit bestehen, und durch die äusseren Shaktis, wie Maya, die nur Bruchteile ihrer selbst sind, alles erhält (gopanam). Sie ist ganz erfüllt von Krishna, Radhika, die höchste Göttin. Sie ist die Urgestalt aller Lakshmis, ihre Gestalt ist Krishna-Freude (krishna-ahlada); deswegen wird sie von denen, die um diese Dinge wissen, Hladini genannt. Durga, Maya und alle anderen Shaktis, die aus den drei Gunas bestehen, sind nur millionstel Bruchteile eines Fragmentes von Radha." (50.51-54)

Das bedeutet, dass die Gestalten des göttlichen Paares in anderen ewigen Gottesreichen die Teilaspekte der Urgestalten des göttlichen Paares Radha-Krishna sind; und dass auf diesem Paar alles was ist, einschliesslich der Sinnenwelt, beruht und ohne die beiden nichts wäre.

Zitate

Krishna spricht:

  • "Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen Welten. Alles geht von mir aus." (Bhagavad-Gita 10.8)
  • "O Eroberer von Reichtum, jenseits von mir gibt es nichts Höheres mehr zu erkennen. Wie Perlen, aufgereiht auf einer Schnur, ruht alles was ist und was wir sehen auf mir allein." (Bhagavad-Gita 7.7)
  • "Ich weile im Herzen aller Lebewesen. Von mir kommt Erinnerung, Wissen und Vergessen. Durch alle Veden bin ich es, der zu erkennen ist. Ich bin der Verfasser des Vedanta und ich allein bin der Kenner der Veden." (Bhagavad-Gita 15.15)

Siehe auch

goloka-vrindavana.txt · Zuletzt geändert: 2014/06/27 11:58 (Externe Bearbeitung)